Sieht aus wie gewollt

Terrassenbeet_mit_RankrosenDas Beet neben unserer Terrasse ist schon durch viele Phasen gelaufen: strauchbepflanzt, mit und ohne Blüten, vertrocknet, bodendeckend bepflanzt, ungepflegt, mit Unkrautfolie und Schmuckkies versiegelt. Einzig das Ahörnchen hat all dies miterlebt und derselbe Schlitzahorn harrte wieder einmal geduldig einer Verschönerung seiner Umgebung.

Nun ist es gelungen und es sieht aus wie gewollt  – und fast wie gekonnt. 🙂

Rosen Santana und Golden ShowerDie Rankgitter, die ehedem mal Brom- und Himbeere Stütze sein sollten, sind umgezogen, um links und rechts des Ahörnchens für neue Rosen zur Verfügung zu stehen. Neben einer unendlichen Auswahl an Rosen in allen Pink- und Rosatönen habe ich mich schließlich für rot und gelb entschieden. Eine Hälfte des Beetes hat Unkrautflies und Schmuckkies behalten und eine Abtrennung aus Granit, vielleicht nicht farblich perfekt, aber im Lager des Mannes des Hauses zur Hand, schließt das Beet so sauber ab, dass der Kies nicht ungehindert in die Beeterde rollen kann.

Ich hoffe, dass uns die Rosen nun länger erhalten bleiben als Schneeball, Bodendecker, Brombeere & Co. zusammen und dass sie wirklich gut Sonne vertragen, wie man es mir versprochen hat. Ich vertraue da ganz auf den Mann des Hauses, dass er auch die Rosen ausreichend gießt. 🙂

Inselschwelgen

Besonders oft tue ich es direkt nach dem Urlaub: Urlaubsfotos gucken. So mal zwischendurch tue ich es aber auch und gerate dann regelmäßig in maximales Schwelgen. Borkum ist einfach SO schön! Der Mann des Hauses sagt dazu nur: „Du machst jedes Jahr dieselben Fotos.“ . . . naja, fast . . .

Borkum Nordstrand

Nordstrand

Jedes Jahr mache ich Fotos der Borkumer Strände: mit und ohne Strandkörbe, mit und ohne die gestreiften (schon vor den Strandkörben üblichen) Strandzelte, mit oder ohne allem anderen, was da so kreucht und fleucht und fliegt und schwimmt. Was ich aber noch nie wirklich geschafft habe, ist ein Foto mit schöner Welle…

Die magische Weite, die man am kilometerlangen Nordstrand erlebt, kann man gar nicht fotografieren. Soweit das Auge blickt sandige Weite, rauschende Weite und himmlische Weite. Manchmal kann man fast die Linie des Horizonts zwischen See und Himmel nicht ausmachen. Dabei kriegt man die Dosis Meersalzaerosol gleich zur Entspannung dazu – bei genügend Brise auch das Nordsee-Peeling unabhängig von Körpergröße durch Flugsand im Gesicht (aber nur der Sand zwischen den Zähnen knirscht).

Die Entspannung ging bei mir freilich noch nie soweit, dass ich mich in die Nordseewogen hinein gewagt hätte. Das Anschwimmen hatte schon im April stattgefunden und Salzwasser soll ja gut für die Haut sein. Ich aber bin und bleibe eine seeuntaugliche Bleiente. Eher schon erwäge ich die innere Anwendung von Meer-Tiefenwasser trinken, der man an der Promenade fröhnen kann.

Borkum Musikpavillion 2016

Musikpavillion

An der Promenade, besonders rund um den Musikpavillion, kann man natürlich noch viel mehr für die innere Anwendung finden: Der Sanddorngrog (für die kühleren Tage) sei hier nur mal vertretungsweise genannt (und über die Maßen gelobt). Aber es gibt eigentlich fast alles andere und leckeres Essen obenauf. Das wird dreimal am Tag für eine Stunde von Live-Musik aus dem Pavillion begleitet.

Genau darum geht es ja beim Schwelgen: Erinnerungen kommen hoch und Gefühle gleich hinterher. Ich fühle mich dann ein kleines Bisschen zurückversetzt und kann die Seeluft fast wieder riechen und die Möwen fast wieder hören. Unweigerlich beginne ich zu lächeln und meine Schultermuskulatur entspannt sich. Hach, Inselschwelgen!

Inselschweigen

Langes, trostloses Schweigen meinerseits. Warum nur? Nun, ich habe mich auf eine Nordseeinsel verzogen und ganz bewusst die vielen elektronischen Gerätschaften daheim gelassen. Der Mann des Hauses und ich wollten mal wieder den ursprünglichen Urlaub genießen, so wie er letztes Jahrhundert noch war. Nur die Fremde und Du, eine Ferienwohnung und Dein Koffer. Alles andere ergibt sich.

Borkum Neuer Leuchtturm 2016

Neuer Leuchtturm

Zugegebenermaßen haben wir es uns insofern leicht gemacht als wir auf unser gemeinsames Traumziel gefahren sind: Borkum – der für uns schönste Sandhaufen an der Nordsee! Der einzig abenteuerliche Part war dieses Jahr die Anreise über Eemshaven – sonst kamen wir immer von Emden – und selbst das war dann kein Abenteuer, denn es hat spektakulär gut geklappt.

Borkum, dieses uns im siebten Jahr nun doch sehr vertraute Sehnsuchtsziel, hat sich von seiner besten Seite gezeigt und uns mit viel Sonne, viel blauem Himmel und viel Brise verwöhnt, so dass wir tiefenentspannt die Seele baumeln lassen konnten. Und dazu kam eine Blütenpracht, dass man gleich Hanami feiern wollte.

Wir haben von Tag zu Tag neue Rekorde auf unserem Schrittzähler aufgestellt und die vielen schönen Ecken der Insel zwischen Stränden, Dünen und Inselgassen besucht. Umso schöner waren die Pausen in den legendären Milchbuden direkt am Sand – einen schöneren Blick auf Strand und Brandung hat man nur noch im Strandkorb. Nach der ersten Woche versprachen wir uns jeden Tag: „Heute gönnen wir den Füßen mal eine Pause und schaffen es, unter 10.000 Schritten zu bleiben.“ Aber wir haben das nicht geschafft. Zu einladend ist die lange Promenade von Süd- bis Nordstrand und zu sehr lockt die See. Man will zu ihr, ihr winken und „Moin“ sagen. (Das ist zu jeder Tageszeit korrekt und hat nichts mit dem Morgen zu tun.)

Borkum Alter Leuchtturm 2016

Alter Leuchtturm

Nicht zuletzt sind dann natürlich auch die lukullischen Genüsse, die lockten. Für mich gab es keinen Tag ohne Matjes oder Krabben oder Fisch, aber auch die inseltypische Fasanenbrause (ein Sanddornlikör) oder der gute alte Ostfriesentee trinken sich einfach besser mit der Brandung als Untermalung. Man muss nur aufpassen, kein Opfer der Raubmöwen zu werden – die klauen selbst Insulanern noch Eis oder Brötchen aus den Fingern. Also obacht, wer sich an die Küste wagt! 🙂

Schlußendlich bin ich aber doch wieder auf die Fähre gestiegen und somit unter anderem auch zu meinen elektronischen Gerätschaften zurückgekehrt. So kann ich nun wieder das Abenteuer Blog bestreiten. Ausgeruht genug bin ich jetzt ja dafür!

 

Die Risotto-Challenge-Lernkurve

Heute hatte der Mann des Hauses Ausgang und daher bot es sich an, mal eine Solo-Portion Risotto auf der Basis der vorangegangenen Überlegungen zuzubereiten.

Risotto PorciniDazu habe ich zunächst einmal neu eingekauft. Auf der Suche nach neuem Risottoreis – die Sterneköche schwören übrigens auf die Sorte Carnaroli, die ich aber nicht bekommen habe – habe ich eine Sorte 15-Minuten-Risotto gefunden, die sich bei zu spätem Nachlesen (sprich ich habe geglaubt, was auf der Packung stand, und erst Zuhause auf die Inhaltsangabe geguckt) leider als eine Sorte Parboiled Reis herausstellte. Ist das nicht mal wieder eine Mogelpackung?

Frische Steinpilze hatte ich gar nicht erwartet und habe deshalb die getrocknete Variante in den Einkaufskorb gelegt. Zum Thema getrocknete Steinpilze habe ich mich dann auch erst nochmal ein bisschen informiert: 20 Minuten in warmem Wasser einweichen und ggfls. das Einweichwasser NICHT abgießen sondern beim Kochen mitverwenden.

Escoffier FondIch habe also die Steinpilze eingeweicht und mich außerdem für die Zubereitung an einem Sternekoch orientiert, der ganz risottountypisch auf das Kochen des Reises in kompletter Flüssigkeit plädiert. Kein portionsweises Zugießen also, sondern aufkochen des Gemüsefond nach Hinzufügung des Einweichwassers und sodann vollständiges Hinzugeben des Reises.

Nun wird gerührt und gerührt. Daran hat sich nichts geändert. Nach 15 Minuten ist das Gericht übrigens noch nicht gar. Meine Lernkurve sagt: Es geht nicht unter 20 Minuten.
Für die letzten 5 Minuten habe ich die Steinpilze und eine Prise Kräutersalz hinzugegeben. Nun wurde gerührt und gerührt. Dann kam der Topf vom Herd und ich habe 2 EL Parmesan und 2 EL weiche Butter mit Schmackes (neudeutsch: mit Verve) eingerührt.

Auf dem Teller: Schlotzig, pilzig, durchaus lecker! Der Topf war schnell leer. Die Lernkurve steigt steil an: Steinpilze JA, Parboiled Reis NEIN. An der käsigen Geschmackskomponente muss ich noch weiterarbeiten, die habe ich nicht wirklich rausgeschmeckt.

Die Risotto-Challenge ist auf einem guten Weg, geht aber erst mal noch in eine neue Testrunde.

 

Die Risotto-Challenge in Vorbereitung

Heute habe ich die Bücherei meines Vertrauens besucht, um mir Anregungen zur noch immer heißkochenden Risotto-Challenge zu holen. Ja, ich bin noch dran! Und was stelle ich fest? Auch in Sachen Risotto scheint es Glaubenskriege zu geben!

Kommt nach dem Andünsten des Reises ZUERST Wein dazu und DANN Brühe oder kommt nach dem Andünsten des Reises ERST Brühe dazu und DANACH Wein… (Oder gar kein Wein.) Hochbezahlte Meisterköche sind sich nicht einig. (Ich bin ja kein Freund von Glaubenskriegen – und wünschte, die Menschheit würde sich mit wichtigeren Dingen beschäftigen – und werde den Wein schlicht weglassen.)

Was ich immerhin gelernt habe und wo sich alle Meisterköche einig sind: Erst wenn der Reis gar ist, kommt der Topf vom Feuer, um ZUM SCHLUSS werden Butterflocken und Parmesan eingerührt! A-ha! (Es uns doch allen klar, dass Risotto keine Schlankspeise ist, oder? Also die Butter kann uns doch nicht schocken, Schwesterherz, oder?)

Auch in Sachen Pilze ist die Aussage ganz klar: Separat in Pfanne anbraten und erst ZUM SCHLUSS hinzugeben! A-ha!

Ich habe mir zwei Wälzer aus der Bücherei mitgebracht (nur wegen vielleicht 4 Seiten mit Risottorezepten) und bereite mich also stark auf die neue Lernkurve und die neue Kochsession vor.

Verpflanzen oder nicht

In unserem Garten steht schon seit vielen Jahren ein Miniatur-Schlitzahorn, ein Ahörnchen quasi. Wir haben ihn damals auf einer Art Ramschtisch im Gartencenter gefunden, auf dem ein paar übriggebliebene, mickerigere Pflänzchen auf eine Adoption warteten – und wir adoptierten den vertrocknet anmutenden Schlitzahorn. Er bekam einen völlig eigenen Flecken Gartenwelt als neues Zuhause. Gehegt und gepflegt ging er dort gut an und erfreut uns seither mit seinem Dasein.

Nun machen wir uns seit 2 Jahren doch ein wenig Sorgen um unser Ahörnchen, denn er schien nicht mehr so wirklich im Wachstum zu sein. Ich fragte mich, ob es damit zu tun haben könnte, dass wir seinen Gartenflecken mit Unkrautfolie und Dekogestein abgedeckt haben, und habe vor zwei Wochen den Entschluss gefasst, Steine und Folie erstmal wieder zu entfernen. Dabei dachte ich allerdings hauptsächlich auch daran, ob genug Nährstoffe zum Ahörnchen durchdringen. Ich wollte also an die Erde gelangen und diese aufbereiten. Aber wie? Vitaminpulver? Möhrenraspel? Eine Portion Salat? Nein, ernsthaft jetzt: Eine Unterhaltung im Gartencenter brachte eine ganz andere Frage ins Spiel: Kriegt Ahörnchen etwa zuviel Sonne?

Nährstoffe sollen nicht das Problem sein. Es wurde mir zu einem Umpflanzen geraten, um Ahörnchen mindestens in den Halbschatten zu setzen. Nun gibt es in unserem Garten leider sehr viel Sonnenfläche und rein gar keinen Echtschatten. Höchstens zu Füßen einer Heckenpflanze könnte man zumindest zeitweise ein Schättchen finden. Nach intensiver Abwägung habe ich mich jetzt gegen das Umpflanzen entschieden – auch weil ich kein Wurzelmassaker anrichten wollte.

Heute habe ich Folie und Gestein entfernt, die Erde aufgelockert und wie im Gartencenter empfohlen mit frischer Pflanzerde vermischt. Nun hoffe ich inständig, dass es dem Ahörnchen an seinem angestammten Platz an nichts mehr mangelt und dass auch nichts drastisch zuviel ist. Vielleicht kriegt Ahörnchen einfach seinen eigenen Sonnenschirm. 🙂

Sachdienliche Hinweise sind Ahörnchen und mir stets willkommen.

Backen an Ostern

Backen an OsternSüßigkeiten türmen sich in Osternestern und Schokohasen hoppeln überall herum. Es ist diese Zeit, an der ich wieder bestätigt finde: Wenn Liebe durch den Magen geht, blüht sie besonders bei süß Gebackenem auf. Der Mann des Hauses strahlt, wenn ich verkünde, dass ich backe – solange das Backgut weder Kirschen noch anderes Obst beinhaltet. (Sonst würde ich wohl ständig Donauwelle backen.)

Unter Verwendung des Pulvers einer Tüte für Karamellpudding, hinzugefügt zu einem normalen Rezept für Marmorkuchen, backe ich heute einen Marmorkuchen Schoko-Karamell.

Bei der Gelegenheit frage ich mich dann: Warum heißt es Naschkatzen, nicht aber Naschkater? Bei Kuchen kenne ich eigentlich keine größeren Schlemmer in meiner Umgebung als Männer.

Allen Naschkatzen und Naschkatern da draußen wünsche ich Frohe Ostern!